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1974 entdeckten Bauern zufällig beim Bau eines Brunnens die Grabanlage.
Rund 700.000 Zwangsarbeiter, Künstler und Architekten waren mit dem Bau der Grabanlage 37 Jahre beschäftigt.
Die Armee besteht aus ca. 7.000 lebensgrossen Tonsoldaten, 600 Pferden und 100 hölzernen Wagen.
Kein Krieger gleicht einem anderen - Jeder Figur wurde individuell gestaltet.
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Rund 30 km östlich von Xian findet man eine der bedeutendsten Ausgrabungen Chinas. Die Grabanlage des ersten Kaisers von China Qin Shi Huangdi ist zweifelsohne die Hauptattraktion Xians.
Nur durch Zufall wurde die Grabanlage im Jahre 1974, als Bauern einen Brunnen anlegen wollten, entdeckt. Dieser Fund ist unumstritten die grösste archäologische Sensation des 20. Jahrhunderts. Die tönerne Armee besteht aus mehr als 7000 lebensgroßen Tonsoldaten, 600 Pferden und 100 hölzernen Wagen.
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Bereits 247 v. Chr., also lange bevor er das Kaiserreich gründen konnte, liess Qin Shi Huangdi mit den Bauarbeiten an seiner Grabanlage beginnen. Etwa 700.000 Zwangsarbeiter, Künstler und Architekten schufen eine einzigartige ober- und unterirdische Welt aus Flüssen, Seen und Modellen von Palästen und plazierten davor eine gewaltige tönerne Armee, um dem Kaiser auch im Jenseits uneingeschränkte Macht zu sichern. Man vermutet, dass die unterirdischen Flüsse und Seen aus Quecksilber gebildet worden sind. Tatsächlich sind unter dem Grabhügel grosse Mengen von Quecksilber gefunden worden.
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37 Jahre dauerten die Bauarbeiten für diese riesige Grabanlage. Die Gesamtfläche beläuft sich auf ca. 225 km2 und ist damit doppelt so gross wie das heutige Xian. Das eigentliche Mausoleum ( ca. 8 km2) ist in zwei Bereiche eingeteilt:
- Die Äussere Stadt, umgeben von einer 6210 m langen Mauer, und
- Die Innere Stadt, mit einem Umfang von 3840 m.
Der 47 m hohe Grabhügel befindet sich im Südteil der Inneren Stadt, da dieser Teil ebenfalls aufgeschüttet ist, erreicht der Grabhügel eine tatsächliche Höhe von 120 m.
Zwischen Innerer und Äusserer Stadt verteilt, liegen zahlreiche Begräbnisgruben. 17 für Pferde, 17 für tönerne Gefäße die seltene Vögel und exotische Tiere enthielten, und 14 für Terrakotta-Soldaten.
Eine Passage westlich des Mausoleums war angefüllt mit bronzenen Streitwagen, im Norden verband eine weitere Passage zahlreiche unterirdische Befestigungsanlagen und eine grosse Kammer für all jene Unglücklichen, die mit dem Kaiser zusammen lebendig begraben wurden. In der Umgebung befinden sich noch mehr als 100 weitere Begräbnisgruben. Sie enthalten Ställe, Tiergehege und Gruften für Kriminelle.
Die bisherigen Forschungen decken nur einen Bruchteil der Fläche des gesamten Komplexes ab, dennoch wurden schon auf kleinstem Raum mehr als 50.000 äusserst wertvolle künstlerisch bearbeitete Gegenstände gefunden.
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Die wohl eindrucksvollsten Funde aber sind zweifelsohne die lebensgrossen tönernen Krieger, die bis heute in drei der Gruben freigelegt wurden. In der ersten Grube befinden sich ca. 6.000 Soldaten, die den rechten Flügel der kaiserlichen Garde bilden. In der zweiten freigelegten Grube steht der linke Flügel mit Kavallerie, Infanterie und Bogenschützen, während die dritte, kleinste freigelegte Grube gerade 68 Krieger enthält, die vermutlich Mitglieder der militärischen Führung darstellen. Ein General hinter seinem Streitwagen führte das Kommando.
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Jeder der Krieger hat ein Gewicht von mehr als 300 kg. Das faszinierendste aber ist, dass jede Figur einzigartig ist und keine der anderen gleicht, geradeso als habe je ein Soldat aus Qin Shi Huangdis Armee zumindest für die individuell gestalteten Gesichter Modell gestanden. Ursprünglich waren die Figuren farbig bemalt und vollständig bewaffnet.
Die grösste archäologische Sensation des 20. Jahrhunderts erhielt allerdings eine dramatische Entwicklung mit Beginn der Ausgrabungen. Die seit 2000 Jahren in feuchtem Lößboden lagernden, grosszügig bemalten Figuren trocknen sofort nach der Freilegung aus, die einmaligen und unwiederbringlichen historischen Farbschichten rollen auf und lösen sich oft bereits in Minutenschnelle vom Untergrund ab.
Physiker der Universität Oldenburg führen derzeit zusammen mit dem Landesdenkmalamt in München, der Materialprüfungsanstalt in Bremen und in Kooperation mit dem Museum der Terrakotta-Armee in Lintong laseroptische Untersuchungen zum Erhalt der kunstvollen Farbgebungen an den Figuren durch.
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